Alte Apfelsorten - Hoffnung für Apfel-Allergiker

In einem kleinen Apfel,
da sieht es lustig aus:
Es sind darin fünf Stübchen
grad wie in einem Haus.
In jedem Stübchen wohnen
zwei Kernchen schwarz und fein,
die liegen drin und träumen
vom lieben Sonnenschein.
Sie träumen auch noch weiter,
gar einen schönen Traum.
Wie sie einst werden hängen
am lieben Weihnachtsbaum.

Melodie: nach W. A. Mozart (1756–1791),Text: volkstümlich

Der Apfel – eine leckere und gesunde Vitaminbombe

Auf der ganzen Welt soll es mehr als 30.000 verschiedene Sorten Äpfel geben. In Deutschland, wo der Apfel als Lieblingsobst gilt, gibt es etwa 2.000 Sorten, von denen aber nur noch etwa 25 so angebaut werden, dass wir sie in den Geschäften kaufen können.

Eines haben alle Äpfel gemeinsam: sie sind wegen ihres hohen Nährwerts sehr gesund. Besonders in seiner Schale sitzen viele wichtige Vitamine, vor allem Vitamin C. Wer Äpfel schält, schält also auch die Vitamine mit ab.
Die Schale ist zudem reich an Eisen, Magnesium, ungesättigten Fetten und sekundären Pflanzenstoffen (Polyphenole).

Besonders alte Apfelsorten sind reich an Polyphenolen, die bewirken, dass der Apfel zwar aromatisch, aber weniger süß ist. Sie werden vor allem von Allergikern als gut verträglich eingestuft. Äpfel mit hohem Polyphenol-Gehalt haben nicht immer eine ganz perfekte Form und das Fruchtfleisch verfärbt sich beim Anschneiden schneller braun. Beim Apfel aus dem Supermarkt sind solche Makel nicht erwünscht, und so enthalten viele neu gezüchtete Sorten weniger Polyphenole als ihre Vorgänger. Meine Empfehlung ist daher, auf alte Sorten aus ökologischem Anbau zurück zu greifen.

Ein Apfel besteht zu über 80 % aus Wasser und ist somit sehr kalorienarm. Er ist gut zu Zähnen und Darm. Trauben- und Fruchtzucker liefern obendrein schnell Energie.
Ein wichtiger Inhaltsstoff ist der Ballaststoff Pektin, das für gute Sättigung sorgt, den Blutcholesterinspiegel senkt, Schadstoffe bindet und wieder ausschwemmt.

Der Apfel ist ein besonders wertvolles Obst. Nicht ohne Grund gibt es das bekannte, englische Sprichwort: „One apple a day keeps the doctor away.“ (Ein Apfel am Tag hält den Arzt fern.)

Es spricht viel für die alten Apfelsorten

Dass immer mehr Menschen auf Äpfel allergisch reagieren, könnte laut der Charité-Studie also mit den Allerweltsäpfeln aus dem Supermarkt zu tun haben. Hier finden sich nur noch glänzende Sorten, die nicht so schnell braun werden und süß schmecken. Die Äpfel, die uns hier anlachen, zählen allesamt zu den neueren Züchtungen mit geringerem Polyphenol-Gehalt.

Wer seine Allergie gegen Äpfel bekämpfen möchte, kann das also mit Sorten mit viel Polyphenol versuchen. Der Schlüssel zum Erfolg, beziehungsweise zum unbeschwerten Apfelgenuss, sind die alten Apfelsorten. Hier gilt: Je saurer, desto besser wird der Apfel vertragen. Die alten Sorten sind zudem gesünder, sie enthalten mehr Vitamin C und mehr Pflanzenstoffe. Eine Apfelallergie ist also meist keine Allergie auf alle Äpfel, sondern nur auf bestimmte Sorten.

Zurück